»Der Zustand einer Demokratie bemisst sich am Herzschlag ihrer politischen Öffentlichkeit.« (Jürgen Habermas)

Fake News, Hate Spech und „gehackte“ Demokratien: Die Frage nach der Zukunft von Journalismus und Öffentlichkeit ist weder eine akademische, noch berührt sie „nur“ die Medienwirtschaft. Es geht ums Ganze. Was es bedeutet, wenn Gesellschaften die gemeinsame Wissensbasis – und die Fähigkeit, diese zu verhandeln – abhanden kommt, zeichnet sich in anderen westlichen Demokratien wie den USA bereits deutlich ab. Im internationalen Vergleich sieht die Situation in Deutschland noch komfortabel aus. Doch die Tatsache, dass wir uns an eine grosso modo funktionierende Medienlandschaft gewöhnt haben, bedeutet nicht, dass wir ihre fortwährende Existenz als gegeben voraussetzen können. Wenn sich die aktuellen Tendenzen fortsetzen, wachen auch wir irgendwann auf und unserer Demokratie ist der vierte Pfeiler weggebrochen.

Dabei hat vor allem die Digitalisierung die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren und uns informieren radikal verändert. Das Veränderungstempo und der politische Handlungsdruck sind enorm, denn eine Innovation, eine Krise jagt die nächste. Was in all den Alltagsroutinen im Hier und Jetzt oft verloren geht: Die Beschäftigung mit der Frage, in welcher Medienlandschaft wollen wir in Zukunft, eingedenk technologischer, gesellschaftlicher und politischer Veränderungen, eigentlich leben? Welche Informationsarchitekturen brauchen die freiheitlich-demokratischen Gesellschaften des 21. Jahrhunderts? Wie entwickeln wir eine pluralistische und qualitativ hochwertige Öffentlichkeit, in der Diskurse informiert, zivilisiert und konstruktiv sind? Und was müssen wir heute dafür tun, diese zu schaffen?

futur eins | ein Think & Do Tank

futur eins setzt genau hier an. Wir glauben: Es braucht eine vielfältigere, resilientere und konstruktivere Öffentlichkeit, in der unabhängige journalistische Angebote – technologisch auf Höhe der Zeit und mit belastbaren Geschäftsmodellen ausgestattet – Information, Dialog und Debatte zu lokalen, nationalen und europäischen Sachverhalten ermöglichen, in der Medien- und Nachrichtenkompetenz weit verbreitet sind und in der Künstliche Intelligenz und Algorithmen dem Gemeinwohl dienen.

Doch die gemeinwohlorientierte Öffentlichkeit ist keine demokratische Selbstverständlichkeit, sondern muss fortwährend verteidigt, errungen und weiterentwickelt werden. Wir arbeiten als Think & Do Tank, nicht nur als Plattform für innovative Ideen (think), sondern auch als Katalysator für Veränderung mit Leuchtturmprojekten und stetigem Ausprobieren (& do). Als Organisation sind wir Wandler zwischen den Sphären Politik, Medien, Technologie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Was wir in unseren schnelllebigen Medienrealitäten heute brauchen: Zeit und Raum für Journalismus und die informierte Gesellschaft.

Unser Team

Alexander Sängerlaub

alex@futureins.org
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Leonard Novy

leonard@futureins.org
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frederik@futureins.org
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