Skandinavianize Us!

Hallo Du (hier steht Dein Name im Newsletter),

ich hoffe, ihr seid galant ins neue Jahr gerutscht – mit klarem Kopf, etwas Zuversicht und vielleicht sogar ein bisschen Neugier auf das, was 2026 bringen kann.

Im Herbst letzten Jahres hatte ich die große Freude vier Wochen für ein Buchprojekt in Bergen (Norwegen) zu leben und zu arbeiten – mit Blick auf Fjord, Berge, viel Regen und sehr viel Denkraum. 125 Buchseiten sind dort entstanden. Und im Februar geht es noch einmal zurück, um das Buch fertigzustellen.

Die Rückkehr nach Deutschland fühlte sich – sagen wir – intensiv an. Wie ein regelrechter Kulturschock. Und als ob ich von dem, wie es auch sein könnte, wieder zurück reise, in das, wie’s leider gerade ist (inkl. Stadtbilddebatte on top…).

Vertrauensgesellschaften im Norden

Warum Skandinavien so anders wirkt, lässt sich nicht auf ein einzelnes politisches Instrument oder eine besonders smarte Reform reduzieren. Der Unterschied sitzt tiefer. Skandinavische Gesellschaften sind anders gebaut. Ihr Fundament ist Vertrauen, nicht Misstrauen.

Dieses Vertrauen zeigt sich überall: Menschen lassen Fahrräder oder Blumentöpfe draußen stehen. Parlamente arbeiten mit Minderheitsregierungen, in denen Kompromissfähigkeit kein Makel, sondern demokratische Normalität ist. Argumente zählen mehr als Machtdemonstrationen.

Die Menschen gehen davon aus, dass andere fair handeln – und dass der Staat im Sinne des Gemeinwohls agiert. Genau dieses Grundvertrauen macht Verwaltung, Politik und Gesellschaft am Ende effizienter.

Ein Beispiel von vielen: In Norwegen gibt es kaum klassische Privatschulen. Nicht, weil man sie verbietet, sondern weil das öffentliche Schulsystem so gut, so gleichwertig und so vertrauenswürdig ist, dass es kaum Bedarf für Alternativen gibt oder eben braucht. Der Staat investiert stark in Bildung, sorgt für hohe Qualität, geringe Unterschiede zwischen Schulen und eine sehr gute Ausbildung der Lehrkräfte.

Auch insgesamt werden Entscheidungen pragmatischer getroffen. Behörden arbeiten digital und bürgernah, Kooperation dominiert Kontrolle. Vertrauen wirkt hier wie ein gesellschaftlicher Innovationsbeschleuniger: Es fördert Zusammenhalt, Lösungsorien-tierung und Fortschritt.

Kein Zufall also, dass sich auch der Konstruktive Journalismus in Skandinavien durchsetzen konnte. Dort fiel die Idee auf fruchtbaren Boden – in Deutschland fast durchgehend auf Beton.

Die kulturelle Haltung lässt sich vielleicht so zusammenfassen: Besser machen als drüber reden.

Bescheidenheit, Pragmatismus und kollektive Verantwortung prägen das Selbstverständnis (die Skandinavier nennen das „Janteloven“) – auch wenn das als Schattenseite zuweilen zu größerem Konformitätsdruck führt. In Deutschland hingegen diskutieren, formalisieren und sichern wir häufig sehr lange ab, bevor wir handeln.

Scandinavianize us!

Am Ende entstehen zwei sehr unterschiedliche Dynamiken: Dort eine Vertrauens- und Kompetenzspirale, in der funktionierende Institutionen Vertrauen stärken – und Vertrauen wiederum gutes Handeln ermöglicht. Hierzulande dagegen oft eine Misstrauens- und Kontrollspirale, die vor allem verhindern will, dass etwas schiefläuft, statt zu ermöglichen, dass etwas gelingt.

Was wäre, wenn wir uns mehr trauen und mehr vertrauen würden?
Was wäre, wenn wir unsere Länder ein Stück weit scandinavianizen würden?

Für mich ist die europäische Idee genau das: Aus unserer Vielfalt zu lernen und die besten Modelle als Ansporn zu nehmen, ein Europa zu bauen, dass den Menschen, Sicherheit und Freiheit gleichermaßen bietet. Dabei “muss nicht am deutschen Wesen die Welt genesen”, sondern mit Demut von denen zu lernen, die es einfach besser können und machen.

Herzliche Grüße und ein gutes Jahr Euch
Alexander


Markus Söder und das "fetischhafte Wurstgefresse" (vgl. Robert Habeck, 2025)

Re: Jetzt geht es um die Wurst!

von Johanna Famulok

In unserer Rubrik “Re:” erwidern Menschen aus unserem futur eins-Kosmos unsere letzte Newsletterausgabe – und wir “drucken” sie in der nächsten Ausgabe ab.

Habt ihr euch auch gerade vor’m Söder in ihrem E-Mail-Postfach erschreckt? Entschuldigt. Ein frohes neues Jahr auch von mir! Die letzte Ausgabe des Newsletters liegt nun schon eine ganze Jahreszeit (Okt. 25) zurück – und, nunja, es ging eben um “die Wurst” und wie das populistisch-fetischhafte Wurstgefresse vor den eigentlich wichtigen Themen unserer Zeit wunderbar ablenkt. Was waren die noch mal? Ach ja: Klimawandel, ökonomische Ungleichheit, die unregulierte Ausbreitung von KI. Und wer dachte, seine Obsession sei bereits das maximale Ausmaß an Unsinn, wurde in der vom EU-Parlament und dem “Veggie-Wurst-Verbot” eines Besseren belehrt.

Ganz Medien- und Internet-Deutschland berichtete darüber, wie beknackt es ist, dass wir überhaupt über so ein Thema reden – und ihm damit Raum und Bedeutung geben. Very meta.

Ich ertappe mich immer häufiger bei einer Art Verschwörungstheorie von Öffentlichkeit und Politik: Werden wir mit Wurst-Themen beschäftigt, damit wir keine Zeit und keine Nerven mehr haben, die wirklich wichtigen Fragen zu stellen? Frei nach dem Motto:
„Oma, was habt ihr gegen den Klimawandel getan?“
„Wir hatten keine Zeit, wir mussten uns über Veggie-Schnitzel aufregen!“

Kürzlich wurde Angela Merkel in einem Interview mit Markus Feldenkirchen gebeten, Weltpolitiker*innen zu ranken. Sie verweigerte sich – unter Johlen des Publikums – mit den Worten: „Die Welt steht in Flammen, und Sie machen jetzt hier so ein Kinderspiel.“
In diesem Moment entzog sie sich erfolgreich der Verquickung von Weltpolitik, Analyse und Gossip. Feldenkirchen brach das Spiel sofort ab.

Merkel kann sich das leisten. Sie hat genug Schlagkraft, um Aufmerksamkeit auf die aus ihrer Sicht relevanten Themen zu lenken – und das System ein Stück weit von innen zu verändern. Für andere erfordert das enorm viel Mut. Und Mut wird in unserer aktuellen Medienlandschaft kaum belohnt.

Wir sehnen uns nach „echten Typen“ in der Politik („Willy Brandt hatte Charisma!“), aber gleichzeitig wird jede Regung tausendfach kommentiert, analysiert, problematisiert und – Achtung – verwurstet. Ob eine Reform sinnvoll ist? Unklar. Aber Bärbel Bas hat „Bullshit“ gesagt.

Als Privatpersonen sind wir diesen Debatten ausgeliefert – in Medien wie in Gesprächen. Themen ploppen auf, und es wird reflexhaft erwartet, dass jede*r sofort eine Meinung hat. Das kann niemand leisten, zumindest nicht ernsthaft.

Ich denke dabei oft an Videos von Trump-Rallyes, in denen Menschen nach ihrer Meinung zu „Critical Race Theory“ oder Feminismus gefragt werden. Die Antworten sind voller Ablehnung – bis sich herausstellt, dass kaum jemand weiß, wovon eigentlich die Rede ist. Diese Clips fühlen sich kurz gut an. Aber sie würden vermutlich genauso funktionieren mit Grünen- oder Linkenwähler*innen, Wärmepumpenförderung oder Vermögenssteuer.

Meine Einladung deshalb: Lasst uns Selbstwirksamkeit in Gesprächen üben. Statt Meinungen zu reproduzieren, erst einmal Fragen stellen. Verstehen wollen. Wirklich sprechfähig werden. Und lasst uns das sehr kostbare Gut Aufmerksamkeit wohlüberlegt nutzen.

Und wenn der Journalismus uns dabei nicht zuverlässig hilft, müssen es eben diejenigen richten, die darin vorkommen. Meine Bewunderung für Menschen steigt enorm, wenn sie sagen:
„Darüber weiß ich nicht genug. Ich denke darüber nach.“
Oder – nur dieses eine Mal, versprochen – wenn sie von Merkel lernen und sagen:
„Das halte ich nicht für ein wichtiges Thema. Damit möchte ich mich nicht beschäftigen.“


Kickoff im Publix für das Playbook Democracy: (v.r.n.l.) Hannah Göppert, Josefa Kny, Tong-Jin Smith & Alex Sängerlaub

Kickoff Playbook Democracy

Stellt euch vor, nicht rechtskonservative Extremisten und Eliten schreiben ein Playbook zum Umbau des Staates zu ihren Gunsten – wie es die US-amerikanische Heritage Foundation in Vorbereitung auf Trumps zweite Amtszeit tat (von deren Forderungen die Trump-Administration innerhalb nur eines Jahres sage und schreibe 51 % umgesetzt hat) –, sondern wir alle, die Gesellschaft selbst.

Mit smarten Ideen dafür, wie wir unsere Demokratien weiterentwickeln, statt sie weiter auszuhöhlen.

Faktor D, Project Together und viele weitere Organisationen waren von dieser Idee der Heritage Foundation „inspiriert“ – und wollen nun für Deutschland (sowie auch für Österreich und die Schweiz) etwas Vergleichbares in Angriff nehmen.

Daraus entstand die Idee, ein Demokratie-Playbook für Deutschland zu entwickeln.

Gestern haben wir uns dazu gemeinsam mit Hannah Göppert Faktor D und Josefa Kny vom betterplace lab zum Kick-off bei uns im Publix getroffen.

Das Projekt ist eine Weiterentwicklung der Allianz für die resiliente Informationsgesellschaft aus dem letzten Jahr, die wir gemeinsam mit dem betterplace lab konzipiert haben. In diesem Rahmen entstand ein Policy Paper – und ein neues Politikfeld: die Öffentlichkeitspolitik. Darin haben wir Ideen entwickelt, wie sich unsere Informationsgesellschaft demokratisch und gemeinwohlorientiert weiterentwickeln kann.

Auf dieser Grundlage wollen wir in den kommenden Monaten das Kapitel zu unseren Informations- und Kommunikationsräumen im Demokratie-Playbook verantworten – und dabei sowohl einen breiten gesellschaftlichen Beteiligungsprozess aufsetzen als auch möglichst viele zivilgesellschaftliche Organisationen einbinden. Die Idee: Wer immer die Bundestagswahl 2029 gewinnt, soll einen Katalog mit breitem Back-Up aus der Gesellschaft  in die Hand bekommen, wie wir die Probleme in unserem Land zum Wohle der Allgemeinheit lösen.

Findest Du super? Willst Du dich einbringen? Schreib doch Alex und/oder Tong-Jin eine Mail.


Auf Achse: Tong-Jin Smith, Marion K. Sängerlaub (in der Mitte) und Alex Sängerlaub

ADHS auf Achse

In den letzten Wochen waren wir viel unterwegs. Auf Konferenzen, an Schulen, in Workshops und auf Panels – immer mit der gleichen Frage im Gepäck: Wie stärken wir Demokratie, Medienmündigkeit und Vertrauen im 21. Jahrhundert? Als neurodivergente Organisation nennen wir das “ADHS auf Achse”.

Tong-Jin: Demokratie, Medien und die Frage nach Vertrauen

Als „Bildungsministerin“ von futur eins durfte Tong-Jin in den vergangenen Monaten mit ganz unterschiedlichen Menschen ins Gespräch kommen – auf Konferenzen und Symposien, mit Fachpublikum ebenso wie mit jungen Menschen. Unter anderem war sie Speakerin und Panelistin bei der KonfBD25 des Forum Bildung Digitalisierung.

Beim 42. Forum Kommunikationskultur der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur hielt sie eine Keynote mit dem Titel Demokratie, quo vadis? Journalismus und Nachrichtenkompetenz in der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie. Dafür hat sie zuerst den Hörsaal in eine Skala verwandelt und die Teilnehmenden aufgefordert, sich zu Fragen rund um Vertrauen in demokratische Institutionen und journalistische Medien einzusortien. Erst nach diesem Temperaturfühler hat sie dann skizziert, wie es um den Journalismus in Deutschland steht.

Und schließlich arbeitete Tong-Jin beim N5 Symposium mit jungen Menschen aus Ostdeutschland intensiv zur Rolle (Konstruktiven) Journalismus’ in der Demokratie. Die Gespräche waren offen, klug – und ein starkes Plädoyer dafür, junge Perspektiven ernster zu nehmen.

Marion: Auf leisen Tönen in Sachsen-Anhalt

Marion war in Bitterfeld und Köthen unterwegs, mit einem Schwerpunkt am Europagymnasium Walther Rathenau. Dort arbeitete sie in mehreren Workshops mit den Junior-Botschaftern der EU.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie achtsame Kommunikation gelingen kann – gerade dann, wenn Meinungen auseinandergehen. Zuhören statt Schlagabtausch, genaues Beobachten, das Gegenüber wirklich wahrnehmen. Und auch: die eigenen Emotionen und Bedürfnisse besser verstehen.

Besonders beeindruckend waren Offenheit, Interesse und Reflexionsfähigkeit der Schüler. Eine Schülerin fasste es sinngemäß so zusammen: „Ich habe gemerkt, dass ich andere oft gar nicht wirklich kenne – und dass man Menschen viel näherkommt, wenn man erst einmal beobachtet und wirklich zuhört.“

Die Zusammenarbeit geht weiter: Im Januar findet ein Projekttag statt, an dem alle 7. Klassen interaktiv zum Thema „Demokratie leben“ arbeiten werden.

Alex: Hoffnung, Journalismus und Norwegen

Auch Alex war – neben seiner Zeit in Bergen – viel unterwegs: In Wien saß er bei der MitMacht 2025 auf dem Panel „Mut zur Hoffnung“ und diskutierte darüber, warum demokratischer Fortschritt ohne Zuversicht kaum denkbar ist und berichtete aus seiner Zeit in Skandinavien genauso wie über die besten Beispiele aus dem Konstruktiven Journalismus. Das Panel könnt ihr unten auf der Webseite nachschauen.

In München hielt er zwei Keynotes, unter anderem beim Augustinustag. Dort sprach er über „10 Dinge, die wir über Journalismus lieber vorher gewusst hätten“ – ehrlich, selbstkritisch und mit Blick darauf, wie Journalismus Vertrauen zurückgewinnen kann. Bei der zweiten Keynote an der Evangelischen Akademie in Tutzing ging es darum, wie wir als Menschen in polarisierten Zeiten trotzdem miteinander im Gespräch bleiben. “Reden ohne Riss”  war somit der Titel des Vortrages vor Führungskräften.


Das Veto und das BKHS Magazine

Magaziniges für Euch: Veto & BKHS Magazine

Wir haben bei futur eins als ehemalige Herausgeber eines Magazins ja eine große Schwäche für bedrucktes Papier. Ihr auch? Und ihr seid auf der Suche nach Lesestoff? Dann wollen wir Euch heute zwei tolle Magazine ans Herz legen. Einmal Veto und zum anderen das BKHS-Magazine.

Veto

Veto gibt Aktivismus eine Bühne! Seit 2020 sind mehr als 500 Texte erschienen: über Menschen, die Haltung zeigen, demokratische Werte leben und solidarisch handeln. Die Redaktion erzählt Geschichte im und über den Osten, die sonst zu oft im Schatten bleiben. Aber: Die Lage ist ernst! Es fehlen Fördergelder in Höhe von 30 000 Euro. Damit Veto weitergeht, werden 650 Mitgliedschaften auf der Plattform Steady gebraucht: . Das geht schon ab 3 Euro im Monat. Gemeinsam Veto retten! Bist du dabei?

Tom Waurig, Mitglied unseres Präsidiums und Geschäftsführer der Medien-bildungsinitiative SpreuWeizen ist auch Herausgeber des Veto-Magazins. Er sagt über das Magazin: “Journalismus mit Haltung heißt für uns: Verantwortung übernehmen, Missstände aufzeigen und oft überhörte Stimmen verstärken. Mit Veto geben wir Menschen eine Bühne, die mutig und entschlossen für unsere Gesellschaft eintreten – aktiv, demokratisch, zukunftsorientiert und mit Herz. Als Redaktion mit Sitz in Dresden erzählen wir vor allem Geschichten aus dem Osten. Wir stellen Menschen vor, die für Veränderung etwas riskieren, die für eine offene, solidarische Gesellschaft streiten und einstehen – besonders in ländlichen Gegenden. Diese Menschen verdienen unsere Aufmerksamkeit. Warum? Weil wir überzeugt sind, dass progressive Ideen und Lösungen eine Öffentlichkeit brauchen. Wir wollen informieren, verbinden und aktivieren! Unsere Botschaft: Gemeinsam lässt sich was verändern.”

BKHS – Strengthening Partner Europe!

Wie stelle ich mir Europa im Jahr 2050 vor – hat mich (Alex) die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung für ihr BKHS-Magazin gefragt.

Wenn ich auf Europa blicke, wünsche ich mir ein Europa, das mutig seinen eigenen Weg zwischen den Großmächten geht. Ein Europa, das Freiheit und Gemeinschaft nicht gegeneinander ausspielt, sondern die goldene Mitte zwischen beidem findet – und das Gemeinwohl wieder ins Zentrum stellt. In meinem Zukunftszenario von 2050 ist genau das Realität.

Europa ist die resilienteste Demokratie der Welt – eine souveräne Informations-gesellschaft. Empathie, Wahrheit und demokratische Teilhabe haben Clickbait, Manipulation und dauerhafte Empörung abgelöst.
Europäische Öffentlichkeiten werden nicht länger von Silicon-Valley-Algorithmen oder Desinformationskampagnen dominiert. Stattdessen treffen sich Bürger:innen in digitalen Marktplätzen – einer Agora Europa –, in denen faktenbasiert, respektvoll und konstruktiv gestritten wird. Nicht Reichweite zählt, sondern Relevanz. Nicht Polarisierung, sondern gemeinsames Problemlösen.

Der Weg dorthin begann mit mutigen politischen Entscheidungen in den 2020er- und 2030er-Jahren. Mit der Erkenntnis, dass Demokratie ohne resiliente Informations-ökosysteme nicht funktionieren kann. Der Digital Sovereignty Pact markierte einen Wendepunkt: weg von der Abhängigkeit von amerikanischen Plattformlogiken, hin zu gemeinwohl- und diskursorientierten Alternativen.

Öffentliche digitale Infrastrukturen wurden so selbstverständlich wie sauberes Wasser. Algorithmen transparent, politische Kommunikation nachvollziehbar, Medien-kompetenz universell. Mikrotargeting und verdeckte digitale Geldströme gehören der Vergangenheit an.

2050 zeigt Europa:  Souveränität im Digitalen ist kein Rückzug, sondern eine Einladung zur Teilhabe. Und eine demokratische Öffentlichkeit ist kein Nebenprodukt – sie ist kritische Infrastruktur.

Daran sollten wir heute weiterbauen.

Am Dienstag, 13.01., in Hamburg wird genau das weiter diskutiert auf einer Veran-staltung der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung.

Die ganze Ausgabe des Magazins findest Du hier.


Denkarium

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